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| Mit dem Handgießapparat, wie zu Gutenbergs Zeiten gießt Huber Krauße eine Letter |
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| Nicht nach Tabellen und Skalen, sondern aus seiner Erfahrung heraus, justiert der Meister die 90 Jahre alte Maschine |
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| Mit der Lupe prüft der Gießer die ersten Lettern |
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Vom handgeschriebenen Einzelexemplar zum auflagenstarken, gedruckten Buch, dieser revolutionäre Wandel im Umgang mit Schrift, liegt ein halbes Jahrtausend zurück. Gutenbergs Erfindung der beweglichen Lettern hatte, vom Grundprinzip her, über fünf Jahrhunderte Bestand. Erst heute hat eine neue digitalisierte Technik, in der Laser- und Kathodenstrahlen statt Blei der Übertragung dienen, Gutenbergs Idee zum musealen Objekt gemacht. Hubert Krause ist Schriftgießer, einer der Letzten seines Standes. Erst mit dem Handgießinstrument wie zu Gutenbergs Zeiten, dann mit der Maschine, einer Monotype Baujahr 1910, gießt er noch einmal ein komplettes Alphabet. Um später im Druck ein sauberes Schriftbild zu erreichen muß die Gießform einjustiert werden, auf Parameter wie Schrifthöhe, Linie, Breite und das im Mikromybereich, jeder Buchstabe jedes Zeichen für sich. Im Film zeigt der Meister wie er diese unvorstellbare Genauigkeit ohne Skalen alleine auf Grund seiner Jahrzehnte langen Berufserfahrung erreicht. |